Am 7. Juni 2026 verwandelte sich die Straße des 17. Juni rund um das Brandenburger Tor erneut in eine grüne Bühne mitten in Berlin. Unter dem Motto „Boden – Du stehst drauf“ veranstaltete die GRÜNE LIGA Berlin e.V. das 31. UMWELTFESTIVAL mit Ausstellenden aus Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Diskussionsrunden, Workshops und einem breiten Mitmachprogramm für Besucher:innen jeden Alters.
Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr ein Thema, das im Alltag oft übersehen wird, obwohl es buchstäblich unsere Lebensgrundlage ist: gesunde Böden. Sie speichern Wasser, binden CO₂, sind Lebensraum, Grundlage unserer Ernährung – und damit auch Grundlage unserer Gesundheit. Denn: Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde
Kerstin Blum in der Jury des Großen Preises
Ein Höhepunkt des Festivals ist traditionell die Verleihung des Großen Preises des UMWELTFESTIVALs, mit den innovativen, umweltfreundlichen und alltagstauglichen Projekten ausgezeichnet werden. In diesem Jahr saß unsere Geschäftsführerin Kerstin Blum gemeinsam mit Vertreter:innen des Bundesumweltministeriums sowie von Ecosia, Vivara Pro, Lebensbaum und der GRÜNEN LIGA Berlin in der Jury.
Tiny Forests überzeugte die Jury
Der 1. Preis ging an Berliner Bäume e.V. für das Projekt Tiny Forests. Tiny Forests zeigen, wie viel auf kleiner Fläche möglich ist: Aus versiegelten, verdichteten oder wenig beachteten Orten können lebendige Mini-Wälder entstehen – mit heimischen Baum- und Straucharten, mit neuem Lebensraum für Tiere und Insekten, mit mehr Wasserspeicherung, besserer Luft und kühlenden Räumen in überhitzten Städten.
Tiny Forests sind nicht nur ein ökologisches Projekt. Sie sind auch ein Gesundheitsprojekt. Natur in der Stadt senkt Stress, stärkt Wohlbefinden und schafft Orte, an denen Menschen wieder spüren: Wir sind Teil der Natur – nicht getrennt von ihr.
© Sebastian Hennings
Die weiteren Plätze des Großen Preises 2026 gingen an den Weltacker Berlin e.V., der eindrücklich vermittelt, wie die eigenen Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten auf das Klima, die Artenvielfalt, Bodenfruchtbarkeit und globale Gerechtigkeit wirken, sowie an das Kollektiv Mut zur Lücke für Mut-Kompass, einen Mitmach-Kiosk, der zur konstruktiven Diskussion über Fragen von Stadtentwicklung und Naturschutz einlädt.
Mit der Preisverleihung, einem bunten Bühnenprogramm und einer spannenden Ausstellungsmeile war das UMWELTFESTIVAL 2026 ein inspirierendes Zusammentreffen von engagierten Menschen, guten Ideen und viel Freude an Naturschutz und Nachhaltigkeit.
