Bei gleich vier verschiedenen Anlässen waren wir im Bundestag. Unser Stiftungsgründer Eckart von Hirschhausen war zu Gast im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen sowie im Parlamentarischen Beirat für Bevölkerung und Entwicklung. Zwei Gremien mit ähnlich klingenden Namen – und doch ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf dasselbe zentrale Thema: unsere Zukunft.
Außerdem haben sich unser Politikleiter Donald Sandmann und unsere wissenschaftliche Referentin Lea Seifert mit Christoph Frauenpreiß (CDU) und Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen) darüber ausgetauscht, warum Artenreichtum keine Nebensache ist, sondern Grundlage für unser aller Wohlergehen.
Eckart von Hirschhausen vor dem Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung
Im Parlamentarischer Beirat sprach Eckart von Hirschhausen über Generationenverantwortung, denn: Das Teuerste, was wir jetzt tun können, ist Nichts.
Investieren statt abwarten
Gesundheit beginnt nicht mit Tabletten, einer Operation oder einem MRT. Gesundheit beginnt viel früher: mit der Luft, die wir atmen, dem Wasser zum Trinken, Pflanzen zum Essen, erträglichen Temperaturen und einem friedlichen Miteinander. Ein Blick in die Nachrichten zeige jedoch, dass alle diese fünf Grundlagen für ein gutes Leben akut in Gefahr sind.
„Das Teuerste, was wir tun können, ist nichts zu tun“, betonte von Hirschhausen. Als großes Missverständnis in politischen Debatten benannte er das Verwechseln von Investitionen und Kosten. Wenn Milliarden „auf Pump“ aufgenommen würden, müsse dieses Geld vor allem in die Prävention der Folgen der Klimakrise und des Artenverlustes fließen.
Die Mehrheit weiß nicht, dass sie die Mehrheit ist
Unsere Studie „Die Mitte gewinnen“ zeigt: eine breite Mehrheit befürwortet mehr politische Klimaanstrengungen. 80 Prozent der Befragten erklären sich bereit, mehr für den Klimaschutz zu tun. Fragt man jedoch, ob auch der Nachbar dazu bereit sei, folgt oft ein „Nein“ – obwohl dieser Nachbar bei eigener Befragung ebenso mit „Ja“ antwortet.
„Das bedeutet: Die Mehrheit weiß nicht, dass sie die Mehrheit ist“, so von Hirschhausen. Deshalb müsse anders darüber gesprochen werden. Die Wertevorstellung, die uns wirklich vereinigt, ist Gesundheit. Um das Distanzproblem zu überwinden, forderte er, die Lebensgrundlagen zu kommunizieren und Gesundheit als Anknüpfungspunkt für einen wirklich persönlichen Nutzen zu stärken.
Aufhören ist keine Option
Auch wenn der Gegenwind für alle, die sich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einsetzen, gerade spürbar ist, zeigen diese Gespräche immer wieder: Aufhören ist keine Option. Bei aller berechtigten Debatte über Wirtschaft, Bürokratieabbau und Sicherheit dürfen wir nicht vergessen, was wir alle brauchen, denn: Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.
Genau das versuchen wir in diesen Treffen immer wieder deutlich zu machen – und zu zeigen, dass die Perspektive Gesundheit Brücken bauen kann: zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

