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Sind Hitzewellen nur ein Problem für wenige? Eine neue repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts pollytix  im Auftrag der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen zeigt: Die Hitze der vergangenen Wochen trifft junge wie alte, gesunde wie vorerkrankte, Menschen in der Stadt wie auf dem Land – und auch die Sorge vor wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel wächst deutlich.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Hitze beeinträchtigt Gesundheit und Produktivität: 83 Prozent der Befragten berichten von mindestens einer gesundheitlichen oder alltäglichen Beeinträchtigung durch die Hitze der vergangenen Wochen. Am häufigsten genannt werden Schlafprobleme und Erschöpfung (56 Prozent), außerdem geringere Produktivität bei der Arbeit (36 Prozent) und Herz-Kreislauf-Probleme (20 Prozent).
  • Sorge vor wirtschaftlichen Klimafolgen wächst deutlich: 79 Prozent der Wahlberechtigten sorgen sich vor wirtschaftlichen Schäden durch gestörte Handelswege infolge des Klimawandels, ein Anstieg um 11 Prozentpunkte seit 2025. Auch die Sorge vor häufigeren Hitzewellen (81 Prozent) und vor Dürre und Wasserknappheit (82 Prozent) ist spürbar gestiegen. Bemerkenswert: Der Anstieg fällt bei CDU/CSU- (+13) und AfD-Wählenden (+14) sogar noch deutlicher
  • Mehrheit hält Regierungshandeln für unzureichend: 64 Prozent halten die Anstrengungen der Bundesregierung beim Hitzeschutz für zu gering– diese Einschätzung teilt eine Mehrheit über alle Parteigrenzen hinweg. Auch bei der Klimaschutzpolitik insgesamt gibt es eine Trendwende: 46 Prozent finden die Anstrengungen zu gering, nur noch 31 Prozent halten sie für zu groß.

Stimmen zur Studie

Eckart von Hirschhausen (Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen)

„Früher hat man sich auf den Sommer gefreut, heute freut man sich, wenn er endlich vorbei ist.  Hitze ist so gefährlich, weil sie „unsichtbar“ Menschen überall gleichzeitig belastet, lähmt und tötet. Hitze geht an die Substanz, auch bei gesunden Menschen die unsere Gesellschaft zusammenhalten wie Polizei, Feuerwehr, Landwirte, ambulante Pflegekräfte und Rettungsdienste. Da kann keiner ins Homeoffice. “

Kerstin Blum (Geschäftsführerin der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen):

„Der Klimawandel ist das größte Gesundheitsrisiko des 21. Jahrhunderts. Was bisher wie eine Prophezeiung klang, ist jetzt die nüchterne Beschreibung unserer Realität. Tausende Menschen sind durch die Hitzewelle gestorben, die Dürre vernichtet Ernten und Menschen leiden unter dem stark gesundheitsschädlichen Rauch der Waldbrände. Wir brauchen Klimaschutz als Gesundheitsschutz und ein Gesundheitswesen, das auf kommende Hitzewellen und Extremwetterereignisse vorbereitet ist.“

Pressekontakt

Henning Flaskamp, Leitung Kommunikation | h.flaskamp@stiftung-gegm.de