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Seit 2023 ist die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen Partnerin der WeACT Con. Das Forum bringt Akteur:innen aus Gesundheitswesen, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Fragen für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem zu diskutieren: Wie kann das Gesundheitswesen nachhaltiger werden? Wie stärken wir Prävention und Resilienz? Und welchen Beitrag kann Planetare Gesundheit dazu leisten?

Wir sind überzeugt: Die Transformation des Gesundheitswesens gelingt nur, wenn ökologische, soziale und gesundheitliche Fragen gemeinsam gedacht werden. Gesundheitsschutz beginnt nicht erst in der Behandlung von Krankheiten. Er beginnt dort, wo wir die natürlichen Lebensgrundlagen schützen, Krisen vorbeugen und Strukturen schaffen, die Menschen und Systeme widerstandsfähiger machen.

Planetare Gesundheit im Gesundheitswesen verankern

Seit der ersten WeACT Con bringen wir die Perspektive der Planetaren Gesundheit in die Konferenz ein. Dabei geht es um eine einfache, aber weitreichende Erkenntnis: Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde. Klimakrise, Artensterben, Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch sind längst auch Gesundheitsfragen.

Die WeACT Con schafft einen Raum, in dem diese Zusammenhänge konkret diskutiert werden können – mit Menschen, die im Gesundheitswesen Verantwortung tragen und Veränderung gestalten wollen.

Unsere Beiträge zur WeACT Con

In den vergangenen Jahren haben wir uns mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten in das Programm eingebracht.

2024: Planetare Gesundheit in Politik und Gesellschaft etablieren

2024 war unser Gründer Dr. Eckart von Hirschhausen mit einem Impuls auf der WeACT Con vertreten. Er machte deutlich, dass das Gesundheitswesen eine zentrale Rolle in der sozial-ökologischen Transformation spielt – nicht nur durch eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen, Medikamenten und Materialien, sondern auch durch Aufklärung, Prävention und politisches Engagement. Seine Botschaft: Wir wissen genug. Jetzt geht es darum, ins Umsetzen zu kommen.

Unsere Geschäftsführerin Kerstin Blum sprach gemeinsam mit Maike Voss, damals Direktorin des Center for Planetary Health Policy, darüber, wie Planetare Gesundheit in Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft stärker verankert werden kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus wissenschaftlicher Erkenntnis politisches und gesellschaftliches Handeln wird.

2025: Klimakommunikation in unsicheren Zeiten

2025 stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kommunikation über Klima, Gesundheit und Transformation gelingen kann – gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten polarisierter und Unsicherheiten größer werden. Kerstin Blum diskutierte dazu gemeinsam mit Dr. Mirjam Jenny vom Institute for Planetary Health Behaviour der Universität Erfurt, wie wir Menschen erreichen, ohne sie zu überfordern: mit verständlicher Sprache, Orientierung, konkreten Handlungsoptionen und einem klaren Blick auf das, was wirkt. Die wichtigsten Tipps wurden in einer gemeinsam erarbeiteten Grafik zusammengefasst.

2026: Mentale Gesundheit und Resilienz in Krisenzeiten

2026 sprach Kerstin Blum gemeinsam mit Katharina van Bronswijk von Psychologists/Psychotherapists for Future über mentale Gesundheit und Resilienz in Krisenzeiten. Klima- und Biodiversitätskrise lösen bei vielen Menschen Angst, Wut, Trauer oder Erschöpfung aus. Diese Gefühle sind nachvollziehbar – und sie können lähmen oder zum Handeln motivieren. Im Vortrag ging es deshalb darum, welche Ressourcen helfen, handlungsfähig zu bleiben: Sinn, Werteorientierung, Naturerleben, Gemeinschaft und auch Humor.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die WeACT Con zeigt jedes Jahr aufs Neue: Es gibt viele Menschen im Gesundheitswesen, die Veränderung voranbringen wollen. Genau diese Aufbruchsstimmung braucht es. Denn ein nachhaltiges Gesundheitswesen entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch gemeinsames Handeln vieler Akteur:innen.

Als Partnerin der WeACT Con bringt Gesunde Erde – Gesunde Menschen weiterhin die Perspektive der Planetaren Gesundheit ein. Wir möchten dazu beitragen, dass Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen nicht als Zusatzaufgabe verstanden wird, sondern als Voraussetzung für gute Versorgung, wirksame Prävention und eine gesunde Zukunft.

Denn klar ist: Ein Gesundheitswesen, das die natürlichen Lebensgrundlagen schützt, schützt auch die Menschen.