Mensch, Erde! Was könnten wir bewegen.

Das ist wirklich kurios. Anderswo in der Welt herrschen Mangelernährung und Hunger. Wir dagegen werden immer dicker, weil wir uns weniger bewegen und viel mehr essen. Und gleichzeitig verbrauchen wir jede Menge Kerosin, Benzin und Diesel, um uns bis ans Ende der Welt zu bewegen. Wenn wir uns selbst wieder mehr bewegen und körpereigenes Fett verbrauchen statt fossiler Energien, tun wir uns selbst und der Erde Gutes.

Von der Diagnose zur Therapie

Lesedauer: eine Minute

Welche Symptome beobachten wir an uns?

Übergewicht, Rückenschmerzen,Herz-Kreislauf-Beschwerden wie z.B. Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Krebserkrankungen, Osteoporose, Stress, Burnout.

Diagnose: Was steckt dahinter?

Wir sitzen zu viel, essen zu viel, zu süß und zu fett, bewegen uns zu wenig. Im Gegenzug verpulvern wir mit Autos und Flugzeugen zu viel fossile Energie, um uns von A nach B zu bewegen.

Wie geht es besser: Was kann ich selbst tun?

  • mehr Wege zu Fuß machen 
  • Treppe statt Fahrstuhl oder Rolltreppe nehmen
  • öfter Fahrrad fahren 
  • Nicht im Sitzen telefonieren, sondern dabei spazieren
  • Fahrgemeinschaften gründen
  • beim Autofahren das Gaspedal nicht so tief durchtreten
  • auf unnötige Flugreisen verzichten

Wie es besser geht: Therapie auf der politischen Ebene

Politisch gesehen brauchen wir in Deutschland die Verkehrswende, um die Klimaziele zu erreichen. Dazu gibt es unzählige Maßnahmen z.B.

  • die Städte für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen attraktiver gestalten
  • Schienenverkehrs und ÖPNV ausbauen, insbesondere mit eine bessere Anbindung ländlicher Gegenden
  • Elektromobilität und treibhausgasneutrale Antriebe fördern, insbesondere für den Personentransport in abgelegenen Gegenden
  • ein Tempolimit auf den Autobahnen einzuführen 
  • Kurzstreckenflügen innerhalb Deutschlands möglichst vollständig abschaffen

Die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen ist Mitglied der Klima-Allianz Deutschland. Diese hat 2017 eine Publikation mit ihren Forderungen zur Verkehrswende veröffentlicht. Mehr erfährst du, wenn du auf den Link „Mehr dazu“ klickst. 

Klimawandel und Bewegung

Tiefer ins Thema eintauchen – Lesedauer: zwei Minuten

Beim Thema Mobilität können wir eine echte Win-Win-Situation für Mensch und Umwelt erreichen: Wenn wir das Auto stehen lassen, atmen wir weniger Abgase ein, verringern Volksleiden wie Rückenschmerzen, Typ-2-Diabetes, bekommen weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle. Bewegung hält außerdem das Gehirn fitter und vertreibt Trübsinn. Wir verbrauchen weniger fossile Energie. Dafür werden unsere Städte attraktiver, die Luft sauberer. Außerdem sinkt der Lärmpegel.

Schadet das Fliegen der Umwelt wirklich so sehr?

Ja, das tut es. Zwar hört man immer wieder, dass nur rund 2,5 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen auf den Luftverkehr entfallen. Doch wirken Treibhausgase in Flughöhe doppelt und dreifach schädlicher als am Boden. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen Kohlendioxid und in kleineren Mengen Methan und Lachgas. Hinzu kommen Feinstaubpartikel, Wasserdampf sowie Schwefel- und Stickoxide, die die Kondensstreifen und Zirruswolken verursachen. Wegen ihrer fatalen Effekte macht die Auswirkung dieser Stoffe auf die Überhitzung am Ende fünf bis acht Prozent aus.

Tempolimit: Warum es gesund wäre, darüber nachzudenken.

Auf den Autobahnen findet vierzig Prozent des Verkehrs statt. Bei Tempo 120 würden sich die Kohlendioxidemissionen um neun Prozent reduzieren. Das entspricht drei Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr. Das hätte nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern würde auch Folgekosten sparen: Autos könnten so gebaut werden, dass sie generell sparsamer wären. Die Deutsche Versicherungswirtschaft schätzt, dass durch ein Tempolimit jedes Jahr 80 Menschen weniger bei Unfällen sterben würden. Ein weiterer Vorteil eines Tempolimits: Viel weniger umweltschädlicher Reifenabrieb, der wesentlicher Bestandteil von Mikroplastik in Wasser und Luft ist.

Wie viel Bewegung brauche ich, um gesund zu bleiben?

Erwachsene sollten sich pro Woche mindestens einhundertfünfzig Minuten moderat oder fünfundsiebzig Minuten intensiv bewegen. Moderat bedeutet beispielsweise, zügig mit dem Hund spazieren zu gehen. Intensive Bewegung bedeutet, dass es so anstrengend ist, dass Du Dich nicht mehr unterhalten kannst. Dabei gilt: Je komplexer die Bewegungsabläufe sind, desto besser fürs Gehirn. Also gerne tanzen oder Tischtennis!

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Lebenserwartung

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Noch mehr Wissen

Lesedauer: so lange du magst 😉

Wenn Du tiefer in das Thema Mobilität und Klimawandel eintauchen möchtest, findest Du hier Links zu Studien und interessanten Beiträgen.

Verkehrswende für Deutschland. Der Weg zu CO2-freier Mobilität bis 2035

Verkehrswende: Forscher:innen des Wuppertal Instituts zeigen, was nötig ist, um die Treibhausgasemissionen vom deutschen Verkehr bis 2035 auf null sinken zu lassen.

Wuppertal Institut, September 2017

Der vierte Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht

Der Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung zeigt, dass 80 Prozent der Kinder sich nicht ausreichend bewegen.

Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Oktober 2020

Umweltschonender Luftverkehr

Eine Studie vom Umweltbundesamt beschreibt eine Strategie für einen umweltschonenden Luftverkehr der Zukunft.  Die Autor:innen beschreiben eine Schritt-für-Schritt Strategie, um zunächst bis 2030 und dann bis 2050 umwelt- und verkehrspolitische Ziele zu erreichen.

Umweltbundesamt, 2019

The public health implications of the Paris Agreement: a modelling study

Mehr Mobilität: The Lancet zeigt, wie u.a. mehr körperliche Bewegung bis zu 6.000 vorzeitige Todesfälle verhindern kann.

The Lancet, Ian Hamilton et al., 2021

Teste Dein Wissen zu Klimawandel und Mobilität.

Dauer: eine Minute

Frage

In wie vielen Ländern Europas gibt es KEIN Tempolimit?

Nur in einem – nämlich in Deutschland. Beim Limit von 120 Stundenkilometern würden sich die Kohlendioxidemissionen auf den Autobahnen um neun Prozent reduzieren. Auf den Autobahnen finden immerhin 40 Prozent der Verkehrsleistung statt. Laut Umweltbundesamt könnten wir mit diesem Tempolimit jährlich 2,6 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

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Frage

Wie viele Menschen sind seit der Corona-Pandemie aufs Rad umgestiegen?

Während der Pandemie stieg 2019 der Anteil der Bevölkerung, die täglich das Rad nutzte, um fünf Prozentpunkte an.

Und zwar von von 17 auf 22 Prozent.

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Frage

Wodurch gewinnst Du zehn Jahre Lebenszeit?

  1. Nicht rauchen – Gilt übrigens auch für die Kohlekraftwerke 😉
  2. Sich selbst bewegen, statt im Auto fossiles Öl zu verbrennen.
  3. Mehr Gemüse und weniger Fleisch essen.
  4. Erwachsen werden – Mehr Verantwortung für die Zukunft übernehmen.
  5. Kind bleiben und Humor bewahren.