West-Nil-Virus auf dem Vormarsch

Nicht der weiße Hai, sondern die kleine Mücke ist das gefährlichste Tier der Welt. Das stellen Dr. Eckart von Hirschhausen und Wissenschaftsjournalistin Katharina Adick im Video „Das gefählichste Tier der Welt“ unserer Kampagne #NichtsTunIstTeuer anschaulich dar. Und die Bedrohung kommt immer näher: So wurde im Juli 2021 in der Berliner Kleingartenkolonie unserer freien Mitarbeiterin Stefanie Roloff bei einer Testuntersuchung durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales in zwei Mücken das West-Nil-Virus entdeckt. Mit Hilfe von Blutentnahmen soll nun exemplarisch untersucht werden, wie weit sich das West-Nil-Virus dort bereits verbreitet hat.

Fakten über das West-Nil-Virus

  • Das West-Nil-Virus kommt eigentlich aus Afrika.
  • Durch die Klimaerwärmung begünstigt wurde es 2018 zum ersten Mal in Deutschland bei Vögeln und Pferden nachgewiesen.
  • Im Jahr 2019 erkrankten erstmals Menschen in Berlin am West-Nil-Virus-Fieber.
  • Eine Übertragung ist über verschiedene Stechmückenarten möglich, auch über die gewöhnliche Hausmücke.
  • Infektionen bei Menschen sind meist harmlos. In seltenen Fällen kann es aber zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kommen.
  • Eine Impfung oder besondere Therapie existiert bisher noch nicht. Wer einmal eine Infektion durchgemacht hat, ist jedoch sein Leben lang geschützt.
  • Zur Vorbeugung hilft ein adäquater Mückenschutz. In Gärten sollten Regentonnen oder ähnliches abgedeckt werden, um eine starke Vermehrung der Mücken zu vermeiden.

Tropenkrankheiten, zu denen man früher hinreisen musste, reisen jetzt zu uns.

Dr. Eckart von HirschhausenArzt, Wissenschaftsjournalist & Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen

Was sind Zoonosen?

Der Mensch stammt vom Tier ab. Deshalb gibt es auch Krankheitserreger, die fähig sind, sowohl Menschen als auch Tiere zu infizieren – und/oder umgekehrt. Infektionskrankheiten, die durch diese Erreger ausgelöst werden, nennt man Zoonosen.

Weitere Fakten über Mücken, Zoonosen und was wir für den Klimaschutz tun können, erläutern Dr. Eckart von Hirschhausen und Katharina Adick im Rahmen unserer Kampagne #NichtsTunIstTeuer.

Sehen Sie hier das Video „Das gefährlichste Tier der Welt“:

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Quellen:
– Schreiben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg, November 2021
Nationale Forschungsplattform für Zoonosen

Foto: Lukas Rotter