Die Fakten in den Videos

Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht? Zusammen mit der Wissenschaftsjournalistin Katharina Adick erklärt Eckart von Hirschhausen die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz, globaler Gesundheit, Ungleichheit und Entwicklungspolitik. In vier Videos zeigen sie teils überraschend einfache Mittel, mit denen sich globale Probleme lösen ließen. Sie sprechen über die große Rolle kleiner Mücken oder warum es immens wichtig ist, in Bildung zu investieren. Die Quellen zu den Zahlen und Fakten in den Videos finden Sie hier.

Das Teuerste, was wir jetzt tun können, ist nichts.

In die Gesundheit unserer Erde und von Menschen überall auf der Welt zu investieren, liegt in unser aller Interesse. Gesundheitsgefahren machen an keiner Grenze halt – das hat die Pandemie gezeigt. Viren sind Vielflieger – es ist ihnen egal, wo auf der Welt sie ihren Ursprung hatten. Das gilt auch für CO2-Moleküle, die unsere Erde weltweit aufheizen, egal auf welchem Kontinent sie in die Luft gepustet werden. In Zeiten der Klimakrise werden sich Pandemien häufen, Krankheitserreger wandern und Gesundheitssysteme an ihre Grenzen stoßen. Doch die nächsten Jahre bergen eine einmalige Chance: Beherztes politisches Handeln, das vorhandene Lösungen nutzt, und weitsichtige Investitionen können die Gesundheit der Erde und ihrer Bewohner:innen schützen und sogar verbessern. Mit unserer Kampagne #NichtsTunIstTeuer wollen wir Aufmerksamkeit schaffen, aufklären und vermitteln. Wie genau? Das erfahren Sie auf dieser Seite.

Wir fordern beim Klimaschutz höchste politische Priorität

  • Wir brauchen JETZT weltweiten Schutz und Förderung von Gesundheit, um die schwächsten Länder für den Umgang mit den Folgen der Klimakrise und anderen globalen Gesundheitsgefahren zu stärken.
  • Wir unterstützen daher die Forderung der Vereinten Nationen, dass wohlhabende Länder wie Deutschland mindestens 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit abgeben sollen.
  • Und wir stellen uns hinter die Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 0,1 Prozent des BNE in Globale Gesundheit zu investieren.

Unsere Forderungen schickten wir in einem offenen Brief an die Verantwortlichen in den Koalitionsverhandlungen. Wir forderten sie auf, ihre historisch einmalige Chance zu nutzen und mit einem mutigen Koalitionsvertrag den Weg zu beschreiben für eine nachhaltige, gesündere Zukunft. Nicht nur für unser Land, sondern auch für die Rolle von Deutschland für die globale Gesundheit.

Die Botschaft ist einfach: Das Teuerste, was wir jetzt tun können, aus humanitärer, wirtschaftlicher und politischer Sicht ist: Nichts.  

#NichtsTunIstTeuer 

Unser offener Brief

Globale Herausforderungen treffen alle, aber nicht alle gleich hart. In Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen fehlt der Schutzschild. Pandemien oder die Klimakrise treffen die Menschen mit voller Wucht.

Wir haben eine Verantwortung, zu helfen – und ein Eigeninteresse: In unserer globalisierten Welt hängen Wohlstand und Sicherheit direkt vom Wohlergehen aller Menschen ab.

Daher unsere Bitte an die Politiker:innen: Setzen Sie sich ein für einen mutigen, konsequenten Klimaschutz #NichtsTunIstTeuer.

Hintergründe

Was ist die ODA-Quote?

Sie dient kurz gesagt der Erfassung öffentlicher Entwicklungsleistungen. ODA steht für Official Development Assistance (dt.: Öffentliche Mittel für Entwicklungszusammenarbeit). Die ODA-Quote wurde im Entwicklungsausschuss (Development Assistance Commitee, DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) vereinbart. Sie ist eine international anerkannte Messgröße für den Anteil der öffentlichen Ausgaben eines Landes für Entwicklungszusammenarbeit am Bruttonationaleinkommen (BNE).

Das Konzept der ODA wurde vereinbart, um die Aktivitäten der Mitglieder im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu erfassen und vergleichbar zu machen. Das Ziel der Geberländer, 0,7 Prozent des BNE für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, basiert auf Vereinbarungen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1972.

Was ist globale Gesundheit?

Im Grunde geht es bei der globalen Gesundheit darum, bessere Gesundheitsergebnisse für gefährdete Bevölkerungsgruppen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu erzielen. Zur Förderung globaler Gesundheit empfiehlt die WHO Ausgaben von 0,1 Prozent des Bundesnationaleinkommens (BNE) für gesundheitsbezogene Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland lag bisher immer dahinter zurück.

Die aktuelle Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln setzt sich daher für eine starke deutsche Entwicklungspolitik ein. Hinter ihr stehen 13 Entwicklungsorganisationen – auch die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die neue Bundesregierung ausreichend finanzielle Mittel bereitstellt, um mehr globale Gerechtigkeit zu schaffen und Armut zu bekämpfen.

Unsere Quellen zu den Zahlen und Fakten in den Videos können Sie hier im Factsheet nachlesen.

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